So rund einmal im Jahr ist er fällig, der Update meiner VMware Workstation.
Da die Version 12, jetzt heißt die VMware Workstation ja sogar “Pro” Ende August veröffentlicht wurde, habe ich mich heute daran gemacht, meine beiden Installationen zu aktualisieren. Das dauert immer eine ganze Weile, denn ich dabei muß ich ja nicht nur das neue Programm installieren, sondern, um es vollständig zu machen, ist folgender Arbeitsablauf notwendig:

  • Alle virtuellen Maschinen sauber runterfahren (ggf. vorher aufwecken)
  • Alle virtuellen Maschinen auf ein Sicherungsmedium kopieren
  • Neue Lizenzen für VMware Workstation 12 kaufen (ich hatte noch eine 10er, die ist für 12 nicht mehr gültig, eine Version kann man immer mit der Lizenznummer der Vorversion betreiben)
  • Die Programme runterladen
  • Die Programme installieren, einmal auf meinem Linux Laptop und einmal auf einem Server, der bei Strato steht
  • Die Hardwareversion alle virtuellen Maschinen aktualisieren
  • Alle Virtuellen Maschinen wieder hochfahren (wie gut, daß ich da ein Script für habe)
  • In allen virtuellen Maschinen die VMware Tools aktualisieren und die virtuelle Maschine neu starten

Abgesehen davon, daß VMware Workstation für Linux meinen Kernel 3.16.0-43 nicht mochte und ich auf den 3.19 Kernel aktualisieren mußte, gab es beim Upgrade keine Probleme. Was habe ich nun, 3 Stunden später, gewonnen?

  • Ich kann jetzt ein Testsystem mit Windows 10 als Gast vollautomatisch aufsetzen (die Installation ging vorher nur manuell)
  • Ich kann Ubuntu 15.04 als Gast installieren
  • Es gibt jetzt ein IPv6 NAT (endlich)
  • Die Linux Version kann jetzt auch eingehende Pakete anhand der Ports an einzelne VMs weitergeben (das ging bisher nur unter Windows)
  • Der Unity Modus ist aus der Linux Version verschwunden – das ist aber kein Verlust, denn der hat unter Ubuntu eh nie funktioniert.

Also nichts Weltbewegendes, sondern nur gute Produktpflege.
Was nicht (zumindest in der Linux Version) funtkioniert: Virtuelle Maschinen sollten jetzt automatisch suspenden, wenn man den Host runterfährt. Das wäre für meinen Laptop superpraktisch, führt aber dazu, daß sie, wie vorher, einfach ausgeschaltet werden.